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Demokratie -eine Selbstverständlichkeit? Lieber mit einem Kompromiss als in Unfreiheit leben

Josef Grabmayr: „Politisches Engagement ist Arbeit für die Freiheit“

Was ist uns Demokratie wert? Viele Zeitgenossen halten die Demokratie als Staatsform heute für eine Selbstverständlichkeit, gleichzeitig ist Politikverdrossenheit weit verbreitet. Verblasst ist die Erinnerung daran, dass vor rund 70 Jahren die politische Situation in Europa in einem furchtbaren Krieg gipfelte. Ganz abgesehen von den alles andere als demokratischen Zuständen in der ehemaligen DDR und im ehemaligen „Ostblock“. Das Interesse an Politik sinkt.

In manchen Menschen lebt allerdings noch die Erinnerung an eine Zeit, in der Demokratie alles andere als selbstverständlich war. Bekannte Zeitgenossen wie Nelson Mandela und Vaclav Havel haben um der Demokratie willen Jahre im Kerker ausharren müssen. Sie waren bereit für ihre Überzeugung einen hohen Preis zu bezahlen. Wenn nun demokratische Wahlen bevorstehen sollte uns bewußt werden, dass der beste Garant für die Freiheit die Demokratie ist. Nur auf demokratischer Grundlage stehende Gesetze schaffen den Raum für unsere persönliche Freiheit. Und so sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, nach kritischer Überprüfung der Dinge, alle Wahlrechte auszuüben. Zugegeben: die Parteien haben alle ihre Schwächen und Demokratie, als menschliches Werk, ist unvollkommen. Aber wer kann unsere Freiheit besser schützen?

Josef Grabmayr

 

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